Aktuelles zur COVID-19-Pandemie (Stand: 26.05.2021)

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FRAGEN UND ANTWORTEN ZUM THEMA CORONA


Corona wirft ziemlich viele Fragen auf, auch zum Thema Kinderwunsch, Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit. Viele Informationen über die Medien führen zu Verunsicherungen und Ängsten. Als Team der Praxisklinik Winterhude möchten wir versuchen, Ihnen diese Ängste zu nehmen, sodass Sie diese besondere Zeit von Schwangerschaft und Wochenbett trotz der momentanen Situation auch genießen können. Aus diesem Grund sind wir für Sie da und haben die meisten Fragen, die an uns gestellt wurden, für Sie zusammengefasst. Es werden sicherlich viele Fragen trotzdem noch offen bleiben, aber zumindest wollen wir Ihnen hier die wichtigsten Antworten geben.

KANN ICH MICH BEI KINDERWUNSCH IMPFEN LASSEN?
Auch bei Kinderwunsch kann und sollte man sich impfen lassen. Es gibt bisher keinerlei wissenschaftliche Daten, dass die Impfungen zur Unfruchtbarkeit führen. Das Gerücht, dass die Corona-Impfungen unfruchtbar machen, basiert auf der Annahme, dass das Protein, welches von den Impfungen kodiert wird, von der Struktur sehr ähnlich einem Protein ist, dass für die Fruchtbarkeit wichtig ist. Allerdings besteht diese Ähnlichkeit nur in einem sehr geringen Anteil des Proteins. Solche Ähnlichkeiten findet man sehr häufig, und sie sind daher nicht spezifisch für eine Covid-19-Impfung. Würde diese Ähnlichkeit unfruchtbar machen, müsste eine Covid-19-Infektion ebenso zur einer Unfruchtbarkeit führen. Weltweit konnte das jedoch in keiner Studie nachgewiesen werden.

BESTEHT FÜR MICH ALS SCHWANGERE EIN ERHÖHTES RISIKO?
Bisher zeigt die Datenlage kein erhöhtes Risiko für Schwangere, an einer Covid-19-Infektion zu erkranken. Auch bedeutet eine Schwangerschaft nicht einen automatisch schwereren Verlauf einer Covid-19-Infektion. Als Schwangere hat man das gleiche Risiko wie eine Nicht-Schwangere. Dieses Risiko wird von zugrundeliegenden Vorerkrankungen, wie z.B. Übergewicht, Bluthochdruck oder Vorerkrankungen der Atemwege bestimmt.

WAS MUSS ICH ALS SCHWANGERE TUN, WENN ICH KONTAKT MIT EINER CORONA-POSITIVEN PERSON HATTE?
Sollten Sie als Schwangere Kontakt zu einer Corona-positiv getesteten Person gehabt haben bzw. haben oder den Verdacht haben, selbst erkrankt zu sein, gelten die gleichen Empfehlungen wie für Nicht-Schwangere. Begeben Sie sich in häusliche Quarantäne und nehmen Sie Kontakt zum örtlichen Gesundheitsamt (Tel.: 116 117) auf. Das Gesundheitsamt wird Sie informieren, wie lange die Quarantäne dauert bzw. wann welche Abstriche erforderlich sind.
Sollten Sie sich in Quarantäne befinden oder selbst Corona-positiv sein, dann melden Sie sich bitte telefonisch in unserer Praxis. Den Vorsorge-Termin kann man meistens gut verschieben. Sollten bestimmte Untersuchungen, z.B. Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerschaft bei Ihnen notwendig sein, die nicht zu verschieben sind, besprechen Sie es bitte mit Ihrem behandelnden Arzt/ Ärztin, ob in diesem Fall eine ambulante Untersuchung im Krankenhaus in Erwägung zu ziehen ist.

DARF MEIN PARTNER ODER EINE BEGLEITPERSON MIT ZUM TERMIN ERSCHEINEN?
Um Kontakte so niedrig wie möglich zu halten, ist in der momentanen Situation keine Begleitperson erlaubt, auch nicht zu den 3 großen Ultraschallterminen in der Schwangerschaft. Wir bitten um Ihr Verständnis. Sollte sich diesbezüglich etwas ändern, werden wir Sie auf unserer Homepage informieren bzw. bei der Terminvergabe darauf aufmerksam machen.

WENN ICH CORONA-POSITIV BIN, MUSS ICH DANN VORZEITIG ENTBINDEN? KANN ICH NORMAL ENTBINDEN?
Eine Covid-19-Infektion stellt allein keine Entbindungsindikation dar. Es sollte immer das Bestreben sein, dem mütterlichen Zustand zu verbessern und die Schwangerschaft zu verlängern. Eine „normale Geburt“ sollte bevorzugt werden. Eine Covid-19-Infektion stellt somit allein keinen Grund für einen Kaiserschnitt dar.

 

DARF ICH STILLEN, WENN ICH CORONA-POSITIV BIN?
Solange es Ihr Allgemeinbefinden zulässt, wird sogar ausdrücklich empfohlen, auch bei einer Corona-Infektion zu stillen. Die Ansteckungsrate ist bei gestillten Neugeborenen niedriger als bei nicht-gestillten. Wahrscheinlich durch schützende Antikörper, die durch die Muttermilch übertragen werden. Wichtig ist hierbei die Hygiene. Vor dem Stillen sollten die Hände gewaschen werden nach den Vorgaben der WHO und während dem Stillen sollte eine Atemschutzmaske getragen werden.

 

KANN ICH MICH IN DER STILLZEIT IMPFEN LASSEN?

Es gibt bisher keine offizielle Empfehlung, dass Stillende sich impfen lassen sollen. Allerdings gehen die DGPM, DGGG und die Stillkommission nach dem bisherigen Kenntnisstand davon aus, dass kein erhöhtes Risiko für die Stillende oder den Säugling durch die Gabe eines Nichtlebendimpfstoffes besteht. Zum mRNA-Impfstoff liegen bisher kaum Daten zur Stillzeit vor. Aber auch da geht die STIKO (Ständige Impfkommision) von keinem erhöhten Risiko bei einer Impfung der Mutter für den Säugling während der Stillzeit aus.



Hauptsächliche Informationsquellen: DGGG (Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe),DGPM  (Deutsche Gesellschaft für Perinatale Medizin), DEGUM (Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V.) und RKI (Robert Koch Institut)