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Jodmangel in der Schwangerschaft

Welche Folgen hat ein Jodmangel während der Schwangerschaft?

Jodmangel ist nach Eisenmangel das häufigste nahrungsbedingte Defizit in der Schwangerschaft. Bei einem Jodmangel ist die Schilddrüse oftmals nicht in der Lage, den zusätzlichen Bedarf an Schilddrüsenhormonen mit dem vorhandenen Jodangebot zu decken. Die Folge ist ein Kropf (Struma), sowohl bei der Schwangeren als auch beim Feten. Über 90 % aller Strumen sind jodmangelbedingt.

Mindestens ein Viertel aller Frauen geht mit einem Kropf in die Schwangerschaft. Man geht davon aus, dass am Ende des letzten Schwangerschafts-Drittels sogar 60 % der Schwangeren in Deutschland eine Schilddrüsenvergrößerung aufweisen. Etwa 1 % aller Neugeborenen haben einen Kropf durch zu geringe Jodzufuhr der Mutter während der Schwangerschaft.

Die Entwicklung einer Schilddrüsenunterfunktion beim Säugling aufgrund eines Jodmangels (Kretinismus) kommt heute in Mitteleuropa nicht mehr vor, da Untersuchungen beim Kind direkt nach der Geburt erfolgen. Bei einer angeborenen Unterfunktion, die nicht erkannt und nicht behandelt wird, sind Wachstum, Knochenreifung und Gehirnentwicklung des Kindes auf das Schwerste beeinträchtigt.


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