Krankheiten durch HPV-Infektion

Krankheiten durch HPV-Infektion

Welche Krankheiten können durch HP-Viren verursacht werden?

Im Folgenden werden jene Krankheiten aufgelistet, die derzeit mit dem HP-Virus in Verbindung gebracht werden. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass im Verlauf der Forschung noch weitere Zusammenhänge zwischen solchen Infektionen und anderen Folgekrankheiten festgestellt werden.

Haut

Auf der Haut können HP-Viren zur zur Warzenbildung führen. Auch hier finden sich Formen, die eine maligne Entartung begünstigen.

Kopf und Halsbereich

Warzenbildungen im Hals-Nasen-Ohren-Bereich können ebenfalls auf eine HP-Infektion zurückzuführen sein. Bestimmte Virus-Untergruppen wurden auch bei tumorösen Veränderungen, beispielsweise an den Stimmlippen, festgestellt.

Genitalien

Bislang wurden mehr als 40 Untergruppen des HP-Virus bei Infektionen im Genitalbereich nachgewiesen. Bei den Folgen sind die harmlosen Warzenstrukturen - zu denen auch die Feigwarzen (Kondylome) zählen - von den ernst zunehmenden Virus-Infektionen zu unterscheiden. Für die Kondylome sind die HP-Gruppen 6, 11 und 42 verantwortlich. Bei den HPV-Infektionen, die zu bösartigen Zellveränderungen führen können, den so genannten "High-Risk-Gruppen", findet man die Virus-Untergruppen 16, 31, 18, 33, 35, 52, 73 und andere. Diese Gewebsveränderungen sind häufig nicht mit bloßem Auge zu erkennen.

Die gefährlichen Virus-Untergruppen sind nachweislich nicht nur an der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs beteiligt, sondern man findet sie auch bei Krebserkrankungen des Penis, der Vulva (äußeres weibliche Genitale) oder des Anus.

Feigwarzen (Kondylome)

Nach einer Inkubationszeit von drei Wochen bis acht Monaten können Feigwarzen (Condylomata accuminata) auftreten. In 10 - 30 % der Erkrankungen darf mit einem spontanen Verschwinden der Warzen gerechnet werden. Dabei spielt die Immunsituation des jeweiligen Betroffenen eine wichtige Rolle. Allerdings bleibt das Virus in den Zellen oft verborgen und kann ähnlich einer Herpes genitalis Infektion immer dann reaktiviert werden, wenn sich die Immunlage verschlechtert.

High-Risk-HPV-Infektionen

Ähnlich verläuft die Infektion mit den High-Risk-Viren im Bereich des Gebärmutterhalses. Hier bilden die Viren Zellveränderungen, die in der Regel nur mit dem sogenannten Krebsabstrich im Rahmen der gynäkologischen Vorsorgeuntersuchung nachweisbar sind.

Die Gewebeveränderungen können sich einerseits spontan zurückbilden, so dass keine Zellveränderungen mehr nachweisbar sind, andererseits können sie auch zu einem späteren Zeitpunkt erneut wieder auftreten. Es gibt auch Verläufe, wo die Zellveränderungen stetig fortschreiten, bis sich nach einigen Jahren Krebszellen entwickelt haben.