Medizinische News
Das Ende von Zervixkarzinom und Feigwarzen?
Für rund 70% aller Zervixkarzinome (Gebärmutterhalskrebs) sind
die Typen 16 und 18 des humanen Papillomavirus (HPV) verantwortlich. HPV
6 und 11 verursachen etwa 90% aller anogenitalen Warzen (Feigwarzen). Ein
HPV-Impfstoff gegen alle vier Typen wurde nun randomisiert, doppelblind
und plazebokontrolliert geprüft.
Der Impfstoff enthält gentechnisch hergestellte typenspezifische Hüllproteine
von HPV 6, 11, 16 und 18. 552 junge Frauen (mittleres Alter 20
Jahre) erhielten randomisiert an Tag 1, nach zwei und nach sechs Monaten
i.m. entweder den
Impfstoff oder ein Plazebo.
Alle Teilnehmerinnen der Impfstoffgruppe hatten nach der dritten
Impfung spezifische Antikörper gegen HPV, die Titer waren merklich
höher als bei nicht geimpften Frauen mit HPV-Infektion in der Anamnese.
In den 30 Monaten Beobachtungszeit nach Abschluss der Vakzination traten
im aktiv geimpften Arm 90% weniger persistierende Infektionen oder durch
die Viren hervorgerufene Erkrankungen auf als bei den Kontrollen.
Fazit: Damit ist nachgewiesen, dass der Impfstoff gleichzeitig
gegen Gebärmutterhalskrebs verursachende HPV-Typen und gegen solche, die Genitalwarzen
auslösen, schützt. Der Impfschutz muß nach fünf Jahren aufgefrischt werden.
Der erste Impfstoff ist seit Ende Oktober 2006 auf den Markt und kostet etwa 600 Euro. Die Kosten werden für Mädchen und junge Frauen zwischen 12 und 17 Jahren von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
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