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Mütterliche Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion) während der Schwangerschaft beeinflusst kindlichen IQ

Eine unbehandelte – und auch symptomlose – mütterliche Hypothyreose kann die neuropsychologische Entwicklung des Kindes negativ beeinflussen.

Die Resultate einer im New England Journal of Medicine publizierten Studie zeigen, dass bei sieben- bis neunjährigen Kindern von Müttern mit unbehandelter Hypothyreose IQ-Werte diagnostiziert werden, die um durchschnittlich sieben Punkte niedriger liegen, als bei Nachwuchs von Frauen ohne Schilddrüsenunterfunktion während der Schwangerschaft.

Die Resultate des bei den sieben- bis neunjährigen Kindern durchgeführten Hamburg-Wechsler Intelligenztests ergaben, dass die Kinder der 48 unbehandelten schilddrüsendefizienten Müttern IQ-Werte um durchschnittlich sieben Punkte niedriger erzielen als der Nachwuchs der Vergleichsgruppe. Bei Therapie der Hypothreose sind die IQ-Werte der Kinder vergleichbar. Schulische Leistungen, allgemeine Aufmerksamkeit, Sprach- und visuell-motorische Performance sind ebenfalls bei Kindern hypothyreotischer Müttern beeinträchtigt.

In unserer Praxis wird bereits seit langer Zeit bei jeder Schwangeren die Schilddrüse bei Beginn jeder Schwangerschaft überprüft. Bei Vorliegen einer Unterfunktion wird ein gut verträgliches Schilddrüsenhormonpräparat verschrieben. Im weiteren Schwangerschaftsverlauf wir auf eine optimale Schilddrüseneinstellung geachtet.

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