Krebsvorsorge

Wie wird der Pap-Abstrich bewertet?

Durch den Krebsabstrich können entzündliche Veränderungen der Zellen oder mögliche Vorstufen von Krebs genauso wie Krebszellen erkannt werden, auch wenn noch keinerlei Beschwerden bestehen. Die Treffsicherheit beträgt rund 80-90%. Die Zellen werden nach dem Schema von Papanicolaou beurteilt, das fünf Befundgruppen unterscheidet:

  • Pap I: Normales Zellbild. Unverdächtiger Zellbefund.
  • Pap II: Einzelne atypische, aber nicht schwerwiegend veränderte (dysplastische) Zellen sind vorhanden, ausgelöst durch entzündliche Prozesse. Unverdächtiger Befund.
  • Pap III: Schwere entzündliche oder degenerative Veränderungen und/oder schlecht erhaltenes Material. Unklarer Befund. Kontrolle oder Gewebeprobe erforderlich.
  • Pap IIID: Verdacht auf leichte bis mittelschwere Zelldysplasie. Kontrolle, HPV-Diagnostik oder Gewebeprobe erforderlich.
  • Pap IVa: Verdacht auf schwere Dysplasie oder Carcinoma in situ. Konisation erforderlich.
  • Pap IVb: Verdacht auf schwere Dysplasie oder Carcinoma in situ. Krebserkrankung nicht sicher auszuschließen.
  • Pap V: Zellen eines bösartigen Tumors sind nachweisbar.

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