Moderne Krebsvorsorge
Was kann man bei einer HPV-Infektion tun?
Bislang gibt es gegen das HP-Virus noch keine konkrete Antivirus-Therapie.
Liegen Haut- oder Zellveränderungen vor, sollten diese chirurgisch,
durch lokale Verätzung sowie durch Kältetherapie oder
Laser etc. behandelt werden. Häufig wird dadurch auch eine
vollständige Heilung erzielt. Es kann jedoch auch zu einem
Neuauftreten solcher Haut- oder Schleimhauterscheinungen kommen.
Einerseits spielt dabei die Reaktivierung des Erregers eine Rolle,
zum anderen kann es sich um eine Neuinfektion handeln.
Bei äußerlichen Warzen ist eine lokale Therapie mit
Imiquimod Erfolg möglich. Dabei handelt es sich um eine Creme,
die eine spezielle Abwehrform des Körpers stimuliert. Die Therapie
mit Interferon bzw. andere Immuntherapien haben bislang noch nicht
die erhofften Erfolge gebracht.
Seit Oktober 2006 ist ein HPV-Impfstoff auf dem Markt. Dieser schützt für einen Zeitraum von 5 Jahren gegen die HPV-Typen 16 und 18, die für etwa 75% der Gebärmutterhalskrebserkrankungen verantwortlich sind. Der Impfstoff ist zugelassen für die Altersgruppen 16-26 Jahre und kostet derzeit um die 500 Euro. Die Kosten werden nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
Grundsätzlich ist es wichtig, regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen
zu gehen bzw. bereits bekannte HPV-Infektionen regelmäßig
kontrollieren zu lassen.
Wie kann man sich vor einer HPV-Infektion im Genitalbereich schützen?
Die effektivste Maßnahme, um sich ausreichend zu schützen,
ist Safer-Sex. Vor allem bei häufig wechselnden Geschlechtspartnern
sollte niemals auf das Kondom verzichtet werden.
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