Spezielle Erkrankungen
Zysten der Eierstöcke
Fachbegriff Ovarialcyste
Bei einer Zyste handelt es sich um einen Flüssigkeitsgefüllten Hohlraum. Da die Eierstöcke dem Heranreifen und der Freigabe der Eizelle dienen, stößt man bei der Untersuchung mittels Ultraschall immer wieder auf sogenannten funktionelle Zysten der Eierstöcke. Hierbei handelt es sich um kleine Wasserbläschen, die 2-3 cm groß werden, keine Beschwerden machen und in den meisten Fällen von alleine wieder verschwinden.
In seltenen Fällen persistieren diese Zysten und nehmen an Größe zu. Dann kann es theoretisch zu einer meist einseitigen Schmerzsymptomatik kommen. Manchmal verursachen diese Zysten auch andere Beschwerden, wie z. B. Blutungsstörungen.
Meist handelt es sich also um Zufallsbefunde, die bei der gynäkologischen Tastuntersuchung oder im Ultraschall entdeckt werden. Eine Behandlung ist zunächst nicht erforderlich. Eine Kontrolle erfolgt nach 3-4 Monaten. Bei Größenzunahme oder Beschwerden, kann in seltenen Fällen eine Bauchspiegelung zur Entfernung indiziert sein.
Anders verhält es sich mit Neubildungen am Eierstock, die nicht nur
flüssigkeitsgefüllt sind, sondern auch bindegewebige Strukturen
beinhalten. Diese Formen der Eierstockveränderungen sind im Ultraschall
leicht abzugrenzen und müssen in jedem Fall operativ mittels Bauchspiegelung
entfernt werden, da sie nie von alleine verschwinden.
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